Das Magazin für Autorinnen und Autoren
Kapitel I: Handwerkskunst & Praxis
Vom ersten Satz bis zum fertigen Manuskript: Werkzeug, Gewohnheit und die Form, in der ein Text die Schreibtische der Verlage erreicht.
6 Beiträge
- Das richtige Schreibprogramm für Ihr Buch: Woran Sie es erkennenEin Roman ist ein Text über Monate, oft über Jahre. Welche Eigenschaften ein Schreibprogramm dafür mitbringen sollte, wie sich die bekannten Werkzeuge unterscheiden und wie Sie eine Wahl treffen, die Ihr Manuskript nicht einsperrt.5 Min. Lesezeit
- Das erste Buch schreiben: vom Einfall zur fertigen RohfassungDie meisten ersten Romane scheitern nicht am Talent, sondern auf halber Strecke. Welche Grundsätze Sie vom ersten Einfall bis zur vollständigen Rohfassung tragen und warum Fertigwerden wichtiger ist als Perfektion.5 Min. Lesezeit
- Was ist eine Normseite? Maß, Formatierung und BerechnungDie Normseite ist die Maßeinheit, mit der Verlage, Agenturen und Übersetzer den Umfang eines Textes vergleichen. Wie sie aufgebaut ist, wie Sie Ihr Manuskript umrechnen und wann Sie sie wirklich brauchen.4 Min. Lesezeit

- Was ist ein Manuskript? Begriff, Stadien und EinreichfassungVom ersten Entwurf bis zur Druckfahne heißt Ihr Text Manuskript, aber er ist nicht immer dasselbe. Was der Begriff bedeutet, welche Stadien ein Manuskript durchläuft und wie die Fassung aussieht, die Sie bei Agentur oder Verlag einreichen.5 Min. Lesezeit
- Ein Kinderbuch schreiben: Altersstufen, Umfänge und IllustrationKinderbücher sind kurz, aber nicht einfach. Welche Buchformen es für welches Alter gibt, mit welchem Umfang Sie rechnen können, wie Text und Bild zusammenarbeiten und worauf Sie achten sollten, bevor Sie ein Manuskript anbieten.5 Min. Lesezeit
- Fanfiction schreiben: Handwerk, Plattformen und der Weg zum eigenen WerkFanfiction ist für viele der Einstieg ins Schreiben und eine gute Schule. Was sie handwerklich verlangt, wie die Fangemeinschaften funktionieren, was Sie zum Urheberrecht wissen sollten und wie aus einer Fangeschichte ein eigenes Buch werden kann.5 Min. Lesezeit
Was ist ein Manuskript? Begriff, Stadien und Einreichfassung
Vom ersten Entwurf bis zur Druckfahne heißt Ihr Text Manuskript, aber er ist nicht immer dasselbe. Was der Begriff bedeutet, welche Stadien ein Manuskript durchläuft und wie die Fassung aussieht, die Sie bei Agentur oder Verlag einreichen.
5 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 23. September 2026
Das Wort Manuskript kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich „mit der Hand geschrieben“. Lange war damit tatsächlich die Handschrift gemeint, später das mit der Schreibmaschine getippte Blatt. Heute schreibt kaum jemand mehr von Hand, doch der Begriff ist geblieben: Ein Manuskript ist der Text eines Werkes, solange er noch nicht veröffentlicht ist.
Damit umfasst das Wort sehr unterschiedliche Dinge. Die ungeordnete Rohfassung auf Ihrem Rechner ist ein Manuskript, ebenso die sorgfältig formatierte Datei, die Sie an eine Literaturagentur schicken, und die lektorierte Fassung, die im Verlag in den Satz geht. Wer versteht, welches Stadium gerade gemeint ist, weiß auch, was als Nächstes zu tun ist.
Manuskript, Typoskript, Buch: die Begriffe
- Manuskript: der unveröffentlichte Text in jeder Form. Im Verlagsalltag das übliche Wort, auch wenn er am Rechner entstanden ist.
- Typoskript: streng genommen ein maschinengeschriebener Text. Das Wort taucht vor allem in Archiven und in der Literaturwissenschaft auf.
- Druckfahne: der bereits gesetzte Text, der zur letzten Korrektur an Autorin und Lektorat geht. Hier sieht der Text zum ersten Mal wie ein Buch aus.
- Buch: das veröffentlichte Werk, gedruckt oder als E-Book. Ab hier spricht man nicht mehr vom Manuskript.
Die Stadien eines Manuskripts
Jedes Buch durchläuft ähnliche Stationen, ob es in einem großen Publikumsverlag erscheint oder im Selfpublishing. Die Reihenfolge ist dabei wichtiger als die Namen, denn jede Stufe setzt voraus, dass die vorige erledigt ist.
| Stadium | Worum es geht | Wer beteiligt ist |
|---|---|---|
| Rohfassung | Die Geschichte ist einmal vollständig erzählt, mit allen Lücken und Längen | Sie allein |
| Überarbeitung | Aufbau, Figuren, Tempo und Szenenfolge werden neu durchdacht, oft in mehreren Durchgängen | Sie, später Testleserinnen und Testleser |
| Lektorat | Eine Fachperson prüft Handlung, Figuren, Stil und Logik und macht Vorschläge | Lektorin oder Lektor |
| Korrektorat | Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und Einheitlichkeit | Korrektorin oder Korrektor |
| Satz | Der Text wird in die Form des Buches gebracht: Format, Schrift, Titelei, Seitenzahlen | Setzerei, Verlag oder Sie selbst |
| Druckfahne | Letzte Durchsicht am gesetzten Text, nur noch kleine Korrekturen | Sie, Lektorat, Korrektorat |
Von der Rohfassung zur Überarbeitung
Wie Sie überhaupt zu einer vollständigen Rohfassung kommen, beschreibt der Beitrag Das erste Buch schreiben. Danach beginnt die eigentliche Arbeit am Text. Bewährt hat sich eine Überarbeitung in Schichten: Zuerst lesen Sie das ganze Manuskript am Stück und notieren nur, was Ihnen auffällt, ohne etwas zu ändern. Dann gehen Sie die großen Probleme an, also fehlende Szenen, unklare Motive, einen zu langen Mittelteil. Erst wenn der Aufbau trägt, arbeiten Sie an einzelnen Sätzen.
Sichern Sie vor jedem größeren Umbau eine Fassung. Manchmal stellt sich heraus, dass die gestrichene Szene doch gebraucht wird, und dann ist es gut, sie wiederzufinden.
Nach einer oder zwei eigenen Runden lohnen sich Testleserinnen und Testleser. Wählen Sie Menschen, die das Genre gern lesen, und fragen Sie gezielt: Wo haben Sie das Buch weggelegt? Welche Figur war Ihnen gleichgültig? Was hat Sie am Ende überrascht? Solche Fragen bringen mehr als die Bitte um eine allgemeine Meinung, und sie zeigen, ob ein Problem nur einer Person auffällt oder mehreren.
Lektorat und Korrektorat
Im Verlag übernimmt das Lektorat die inhaltliche Prüfung, und ein Korrektorat folgt vor dem Satz. Im Selfpublishing beauftragen Sie beides selbst, meist bei freien Fachleuten. Im deutschsprachigen Raum werden Honorare dafür häufig je Normseite berechnet; die Preise unterscheiden sich stark nach Umfang und Art der Arbeit.
Lektorat und Korrektorat sind zwei verschiedene Leistungen. Das Lektorat fragt, ob die Geschichte funktioniert; das Korrektorat fragt, ob jedes Komma stimmt. Wer nur eines von beiden bestellt, sollte wissen, welches.
Das Manuskript im Selfpublishing
Wer selbst veröffentlicht, übernimmt die Rolle des Verlags. Das Manuskript durchläuft dieselben Stadien, nur entscheiden Sie selbst, wann eine Stufe abgeschlossen ist. Gerade das ist die Gefahr: Ohne äußeren Termin wird aus der Überarbeitung leicht eine Dauerbaustelle, oder das Korrektorat wird aus Kostengründen übersprungen.
Setzen Sie sich deshalb feste Punkte, an denen der Text eingefroren wird. Nach dem Lektorat ändern Sie nur noch, was das Lektorat angemerkt hat. Nach dem Korrektorat geht der Text in den Satz, und in der Druckfahne korrigieren Sie nur noch echte Fehler, keine Formulierungen mehr. Jede größere Änderung im gesetzten Text kann Seitenumbrüche verschieben und neue Fehler erzeugen. Beim Satz selbst kommen neue Bestandteile hinzu, die im Manuskript fehlen: Titelei mit Impressum, Inhaltsverzeichnis, Kolumnentitel und Seitenzahlen.
Die Einreichfassung für Agentur und Verlag
Wenn Sie Ihr Manuskript bei einer Literaturagentur oder einem Verlag anbieten, schicken Sie in der Regel nicht das ganze Buch, sondern ein Paket aus mehreren Teilen. Welche genau, steht in den Einsendebedingungen der jeweiligen Agentur, und diese gehen immer vor.
- Anschreiben: kurz, sachlich, mit Titel, Genre, Umfang und ein paar Sätzen zu Ihnen.
- Exposé: eine Zusammenfassung der ganzen Handlung einschließlich des Endes. Wie Sie es aufbauen, zeigt der Beitrag Exposé schreiben.
- Leseprobe: meist die ersten Kapitel oder eine bestimmte Zahl an Normseiten, immer vom Anfang des Buches.
- Umfangsangabe: Zeichenzahl und daraus berechnete Normseiten.
Die Leseprobe wird in der Regel als Normseite formatiert oder zumindest nahe daran: gut lesbare Schrift, Zeilenabstand 1,5, Flattersatz, eingezogene Absätze, Name und Seitenzahl in der Kopfzeile. Die meisten Agenturen erwarten eine Word-Datei oder ein PDF.
Ist Ihr Manuskript bereit zum Einreichen?
- Mindestens eine vollständige Überarbeitung nach der Rohfassung
- Rückmeldungen von Testleserinnen oder Testlesern eingearbeitet
- Leseprobe vom Anfang des Buches, im gewünschten Umfang
- Exposé mit der ganzen Handlung einschließlich Ende
- Zeichenzahl und Normseiten im Anschreiben
- Schlichte Formatierung, Name und Seitenzahl in der Kopfzeile
- Einsendebedingungen der Agentur gelesen und befolgt
Häufige Fragen
Muss ein Manuskript fertig sein, bevor ich es anbiete?
Bei Romanen erwarten Agenturen und Verlage in der Regel ein vollständiges, überarbeitetes Manuskript, auch wenn sie zunächst nur eine Leseprobe sehen wollen. Bei Sachbüchern ist es dagegen üblich, mit einem Konzept und Probekapiteln anzufragen.
Wie viele Überarbeitungen braucht ein Manuskript?
Dafür gibt es keine feste Zahl. Viele Autorinnen und Autoren überarbeiten zwei- bis dreimal gründlich, bevor sie einreichen. Entscheidend ist, dass jede Runde ein klares Ziel hat, etwa Aufbau, Figuren oder Sprache.
Darf ich dasselbe Manuskript an mehrere Agenturen schicken?
Ja, das ist üblich. Einige Agenturen bitten darum, es im Anschreiben zu erwähnen. Sagt eine Agentur zu, informieren Sie die anderen, bei denen das Manuskript noch liegt.
Kapitel II: Dramaturgie & Charaktere
Was eine Geschichte trägt: Spannungsbogen, Wendepunkte und Figuren, deren Wünsche die Handlung vorantreiben.
3 Beiträge
- Einen Roman plotten: bewährte Methoden im VergleichDrei-Akt-Struktur, Heldenreise, Schneeflocken-Methode, Save the Cat oder Szenenkarten: Welche Methode was leistet, für wen sie sich eignet und wie viel Planung ein Roman überhaupt braucht.5 Min. Lesezeit
- Der Figurenbogen: Figuren mit Tiefe entwickelnEin guter Figurenbogen ist kein Steckbrief mit Augenfarbe und Lieblingsessen, sondern ein Werkzeug, das Handlung erzeugt. Was hineingehört, wie Ziel, Wunde und Bedürfnis zusammenhängen und wie Sie ihn beim Schreiben nutzen.6 Min. Lesezeit
- Was ist ein Plot? Der Bauplan einer GeschichteDer Plot ist mehr als die Abfolge der Ereignisse: Er verbindet sie durch Ursache und Wirkung, treibt sie durch Konflikt voran und ordnet sie zu einem Spannungsbogen. Was dazugehört und wie Sie ihn prüfen.6 Min. Lesezeit
Kapitel III: Literarische Welten
Die Gesetze der Gattungen, vom Thriller bis zum Kinderbuch, und wo es sich lohnt, sie bewusst zu brechen.
3 Beiträge



- Krimi oder Thriller? Der Unterschied und warum er zähltIm Buchhandel stehen sie oft im selben Regal, doch Krimi und Thriller erzeugen Spannung auf verschiedene Weise: der eine mit einem Rätsel, der andere mit einer Bedrohung. Was die beiden Genres unterscheidet und welche Untergattungen es gibt.5 Min. Lesezeit
- Welche Buchgenres gibt es? Ein Überblick für Autorinnen und AutorenVom Liebesroman bis zur Science-Fiction, vom Regionalkrimi bis zur Romantasy: welche Hauptgenres und Untergattungen es gibt, worin sich Genre und Zielgruppe unterscheiden und warum die richtige Einordnung für Verlag, Buchhandel und Online-Shops so viel ausmacht.5 Min. Lesezeit
- Dark Romance schreiben: Merkmale, Erwartungen und verantwortungsvoller UmgangDark Romance verbindet eine Liebesgeschichte mit dunklen Themen, moralisch zwiespältigen Figuren und bewusst verstörenden Momenten. Was das Genre ausmacht, was Leserinnen erwarten und wie Sie mit Inhaltshinweisen, Rahmung und Plattformregeln sorgfältig umgehen.5 Min. Lesezeit
Kapitel IV: Buchästhetik & Satz
Satzspiegel, Schrift und Umschlag: was ein Buch in der Hand wertvoll macht, bevor die erste Zeile gelesen ist.
2 Beiträge
- Ein Buchcover gestalten: Genre, Typografie und DruckdatenDas Cover entscheidet, ob jemand Ihr Buch überhaupt anklickt. Wie Sie Genre-Signale setzen, Titel lesbar halten, E-Book- und Druckcover richtig anlegen und worauf Sie bei Bildrechten achten müssen.6 Min. Lesezeit
- Taschenbuch: Format, Bindung und Druck richtig planenBevor Ihr Taschenbuch gedruckt werden kann, müssen Format, Papier, Satzspiegel und Umschlag zusammenpassen. Welche Formate üblich sind, wie sich Seitenzahl und Rückenbreite bedingen und wovon die Druckkosten abhängen.5 Min. Lesezeit
Kapitel V: Der Weg zum Leser
Exposé, Verlag oder Selfpublishing: die Wege, auf denen ein Manuskript zum Buch wird, und was jeder verlangt.
3 Beiträge

- Ein Buch veröffentlichen: die Wege vom Manuskript zum MarktPublikumsverlag, Kleinverlag, Selfpublishing oder Dienstleister: Jeder Weg zum Buch hat eigene Stärken, Kosten und Zeitpläne. Ein nüchterner Überblick, damit Sie den passenden für Ihr Manuskript wählen.6 Min. Lesezeit
- Bei Amazon KDP veröffentlichen: E-Book und Taschenbuch Schritt für SchrittKindle Direct Publishing ist für viele Selfpublisher der erste Weg in den Markt. Wie Sie Konto und Steuerangaben einrichten, Metadaten und Kategorien wählen, Preise und Tantiemen verstehen und Ihre Druckdateien vorbereiten.5 Min. Lesezeit
- Ein Exposé schreiben: Aufbau, Länge, Anschreiben und LeseprobeMit dem Exposé entscheidet eine Agentur oder ein Verlag, ob sie Ihr Manuskript lesen möchte. Was hineingehört, wie lang es sein sollte und wie Anschreiben und Leseprobe das Paket vervollständigen.5 Min. Lesezeit
Kapitel VI: Sichtbarkeit & Reichweite
Wie Leserinnen und Leser Ihr Buch finden: Autorenwebsite, Reihen, Rezensionen und was ein Buch wirklich einbringt.
3 Beiträge


- Buchmarketing für Autorinnen und Autoren: Was wirklich trägtMarketing beginnt nicht nach dem Erscheinen, sondern beim Cover und beim Klappentext. Ein nüchterner Überblick über Zielgruppe, Newsletter, soziale Medien, Rezensionen, Anzeigen und Reihen.5 Min. Lesezeit
- Eine Autorenwebsite erstellen: Domain, Pflichtseiten und InhalteEine eigene Website ist der einzige Ort im Netz, der ganz Ihnen gehört. Welche Seiten sie braucht, welche Angaben in Deutschland Pflicht sind und wie Sie mit wenig Aufwand einen soliden Auftritt bauen.5 Min. Lesezeit
- Was verdienen Autorinnen und Autoren an einem Buch?Honorar, Vorschuss, Tantieme: Was vom Ladenpreis bei Ihnen ankommt, hängt vom Weg ins Buchregal ab. Rechenbeispiele für Verlag und Selfpublishing, Nebenrechte und die Kosten, die man gern vergisst.5 Min. Lesezeit