Das Magazin für Autorinnen und Autoren
Kapitel I: Handwerkskunst & Praxis
Vom ersten Satz bis zum fertigen Manuskript: Werkzeug, Gewohnheit und die Form, in der ein Text die Schreibtische der Verlage erreicht.
6 Beiträge
- Das richtige Schreibprogramm für Ihr Buch: Woran Sie es erkennenEin Roman ist ein Text über Monate, oft über Jahre. Welche Eigenschaften ein Schreibprogramm dafür mitbringen sollte, wie sich die bekannten Werkzeuge unterscheiden und wie Sie eine Wahl treffen, die Ihr Manuskript nicht einsperrt.5 Min. Lesezeit
- Das erste Buch schreiben: vom Einfall zur fertigen RohfassungDie meisten ersten Romane scheitern nicht am Talent, sondern auf halber Strecke. Welche Grundsätze Sie vom ersten Einfall bis zur vollständigen Rohfassung tragen und warum Fertigwerden wichtiger ist als Perfektion.5 Min. Lesezeit
- Was ist eine Normseite? Maß, Formatierung und BerechnungDie Normseite ist die Maßeinheit, mit der Verlage, Agenturen und Übersetzer den Umfang eines Textes vergleichen. Wie sie aufgebaut ist, wie Sie Ihr Manuskript umrechnen und wann Sie sie wirklich brauchen.4 Min. Lesezeit

- Was ist ein Manuskript? Begriff, Stadien und EinreichfassungVom ersten Entwurf bis zur Druckfahne heißt Ihr Text Manuskript, aber er ist nicht immer dasselbe. Was der Begriff bedeutet, welche Stadien ein Manuskript durchläuft und wie die Fassung aussieht, die Sie bei Agentur oder Verlag einreichen.5 Min. Lesezeit
- Ein Kinderbuch schreiben: Altersstufen, Umfänge und IllustrationKinderbücher sind kurz, aber nicht einfach. Welche Buchformen es für welches Alter gibt, mit welchem Umfang Sie rechnen können, wie Text und Bild zusammenarbeiten und worauf Sie achten sollten, bevor Sie ein Manuskript anbieten.5 Min. Lesezeit
- Fanfiction schreiben: Handwerk, Plattformen und der Weg zum eigenen WerkFanfiction ist für viele der Einstieg ins Schreiben und eine gute Schule. Was sie handwerklich verlangt, wie die Fangemeinschaften funktionieren, was Sie zum Urheberrecht wissen sollten und wie aus einer Fangeschichte ein eigenes Buch werden kann.5 Min. Lesezeit
Kapitel II: Dramaturgie & Charaktere
Was eine Geschichte trägt: Spannungsbogen, Wendepunkte und Figuren, deren Wünsche die Handlung vorantreiben.
3 Beiträge
- Einen Roman plotten: bewährte Methoden im VergleichDrei-Akt-Struktur, Heldenreise, Schneeflocken-Methode, Save the Cat oder Szenenkarten: Welche Methode was leistet, für wen sie sich eignet und wie viel Planung ein Roman überhaupt braucht.5 Min. Lesezeit
- Der Figurenbogen: Figuren mit Tiefe entwickelnEin guter Figurenbogen ist kein Steckbrief mit Augenfarbe und Lieblingsessen, sondern ein Werkzeug, das Handlung erzeugt. Was hineingehört, wie Ziel, Wunde und Bedürfnis zusammenhängen und wie Sie ihn beim Schreiben nutzen.6 Min. Lesezeit
- Was ist ein Plot? Der Bauplan einer GeschichteDer Plot ist mehr als die Abfolge der Ereignisse: Er verbindet sie durch Ursache und Wirkung, treibt sie durch Konflikt voran und ordnet sie zu einem Spannungsbogen. Was dazugehört und wie Sie ihn prüfen.6 Min. Lesezeit
Kapitel III: Literarische Welten
Die Gesetze der Gattungen, vom Thriller bis zum Kinderbuch, und wo es sich lohnt, sie bewusst zu brechen.
3 Beiträge



- Krimi oder Thriller? Der Unterschied und warum er zähltIm Buchhandel stehen sie oft im selben Regal, doch Krimi und Thriller erzeugen Spannung auf verschiedene Weise: der eine mit einem Rätsel, der andere mit einer Bedrohung. Was die beiden Genres unterscheidet und welche Untergattungen es gibt.5 Min. Lesezeit
- Welche Buchgenres gibt es? Ein Überblick für Autorinnen und AutorenVom Liebesroman bis zur Science-Fiction, vom Regionalkrimi bis zur Romantasy: welche Hauptgenres und Untergattungen es gibt, worin sich Genre und Zielgruppe unterscheiden und warum die richtige Einordnung für Verlag, Buchhandel und Online-Shops so viel ausmacht.5 Min. Lesezeit
- Dark Romance schreiben: Merkmale, Erwartungen und verantwortungsvoller UmgangDark Romance verbindet eine Liebesgeschichte mit dunklen Themen, moralisch zwiespältigen Figuren und bewusst verstörenden Momenten. Was das Genre ausmacht, was Leserinnen erwarten und wie Sie mit Inhaltshinweisen, Rahmung und Plattformregeln sorgfältig umgehen.5 Min. Lesezeit
Kapitel IV: Buchästhetik & Satz
Satzspiegel, Schrift und Umschlag: was ein Buch in der Hand wertvoll macht, bevor die erste Zeile gelesen ist.
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- Ein Buchcover gestalten: Genre, Typografie und DruckdatenDas Cover entscheidet, ob jemand Ihr Buch überhaupt anklickt. Wie Sie Genre-Signale setzen, Titel lesbar halten, E-Book- und Druckcover richtig anlegen und worauf Sie bei Bildrechten achten müssen.6 Min. Lesezeit
- Taschenbuch: Format, Bindung und Druck richtig planenBevor Ihr Taschenbuch gedruckt werden kann, müssen Format, Papier, Satzspiegel und Umschlag zusammenpassen. Welche Formate üblich sind, wie sich Seitenzahl und Rückenbreite bedingen und wovon die Druckkosten abhängen.5 Min. Lesezeit
Kapitel V: Der Weg zum Leser
Exposé, Verlag oder Selfpublishing: die Wege, auf denen ein Manuskript zum Buch wird, und was jeder verlangt.
3 Beiträge

- Ein Buch veröffentlichen: die Wege vom Manuskript zum MarktPublikumsverlag, Kleinverlag, Selfpublishing oder Dienstleister: Jeder Weg zum Buch hat eigene Stärken, Kosten und Zeitpläne. Ein nüchterner Überblick, damit Sie den passenden für Ihr Manuskript wählen.6 Min. Lesezeit
- Bei Amazon KDP veröffentlichen: E-Book und Taschenbuch Schritt für SchrittKindle Direct Publishing ist für viele Selfpublisher der erste Weg in den Markt. Wie Sie Konto und Steuerangaben einrichten, Metadaten und Kategorien wählen, Preise und Tantiemen verstehen und Ihre Druckdateien vorbereiten.5 Min. Lesezeit
- Ein Exposé schreiben: Aufbau, Länge, Anschreiben und LeseprobeMit dem Exposé entscheidet eine Agentur oder ein Verlag, ob sie Ihr Manuskript lesen möchte. Was hineingehört, wie lang es sein sollte und wie Anschreiben und Leseprobe das Paket vervollständigen.5 Min. Lesezeit
Kapitel VI: Sichtbarkeit & Reichweite
Wie Leserinnen und Leser Ihr Buch finden: Autorenwebsite, Reihen, Rezensionen und was ein Buch wirklich einbringt.
3 Beiträge


- Buchmarketing für Autorinnen und Autoren: Was wirklich trägtMarketing beginnt nicht nach dem Erscheinen, sondern beim Cover und beim Klappentext. Ein nüchterner Überblick über Zielgruppe, Newsletter, soziale Medien, Rezensionen, Anzeigen und Reihen.5 Min. Lesezeit
- Eine Autorenwebsite erstellen: Domain, Pflichtseiten und InhalteEine eigene Website ist der einzige Ort im Netz, der ganz Ihnen gehört. Welche Seiten sie braucht, welche Angaben in Deutschland Pflicht sind und wie Sie mit wenig Aufwand einen soliden Auftritt bauen.5 Min. Lesezeit
- Was verdienen Autorinnen und Autoren an einem Buch?Honorar, Vorschuss, Tantieme: Was vom Ladenpreis bei Ihnen ankommt, hängt vom Weg ins Buchregal ab. Rechenbeispiele für Verlag und Selfpublishing, Nebenrechte und die Kosten, die man gern vergisst.5 Min. Lesezeit
Was verdienen Autorinnen und Autoren an einem Buch?
Honorar, Vorschuss, Tantieme: Was vom Ladenpreis bei Ihnen ankommt, hängt vom Weg ins Buchregal ab. Rechenbeispiele für Verlag und Selfpublishing, Nebenrechte und die Kosten, die man gern vergisst.
5 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 23. September 2026




Die Frage, was man mit einem Buch verdient, wird selten offen beantwortet. Das liegt nicht an Geheimniskrämerei, sondern daran, dass die Antwort von vielen Größen abhängt: vom Vertrag, vom Format, vom Preis, von der Zahl der verkauften Exemplare und davon, ob Sie im Verlag oder im Selfpublishing veröffentlichen.
Dieser Beitrag rechnet nach, was pro verkauftem Exemplar bei Ihnen ankommt. Alle Zahlen sind Beispiele auf Grundlage üblicher Konditionen, keine Durchschnittswerte und keine Zusage. Konditionen ändern sich (Stand 2026 — prüfen Sie die aktuellen Bedingungen).
Im Verlag: Honorar und Vorschuss
Wer im Verlag veröffentlicht, erhält ein Honorar, einen Prozentsatz vom Verkaufspreis. In Deutschland wird er meist vom Nettoladenpreis berechnet, also vom Endpreis ohne die 7 % Mehrwertsteuer auf Bücher und E-Books. Zur Orientierung gelten folgende Sätze:
| Format | Übliches Honorar | Bezugsgröße |
|---|---|---|
| Hardcover | rund 10 % | Nettoladenpreis |
| Taschenbuch | etwa 5 bis 8 % | Nettoladenpreis |
| E-Book | häufig 20 bis 25 % | Nettoerlös des Verlags |
Beim E-Book ist die Bezugsgröße eine andere: der Nettoerlös, also das, was beim Verlag ankommt, nachdem der Händler seinen Anteil einbehalten hat. Staffeln, bei denen der Satz ab einer bestimmten Auflage steigt, sind möglich und Verhandlungssache.
Der Vorschuss ist eine Garantiezahlung, die der Verlag vorab leistet, oft in Raten bei Vertragsschluss, Manuskriptabgabe und Erscheinen. Er wird mit dem späteren Honorar verrechnet: Erst wenn die Honorare den Vorschuss übersteigen, fließt weiteres Geld. Ein Vorschuss von 5.000 € ist bei 2,24 € je Hardcover nach rund 2.230 verkauften Exemplaren eingespielt. Verkauft sich das Buch schlechter, müssen Sie den Vorschuss in der Regel nicht zurückzahlen, sofern Sie den Vertrag erfüllt haben; maßgeblich ist aber Ihr Vertrag.
Arbeiten Sie mit einer Literaturagentur, erhält sie einen Anteil an allen Einnahmen aus dem vermittelten Vertrag, üblicherweise 15 %. Bei 5.000 € Vorschuss blieben Ihnen also 4.250 €. Wie Sie ein Projekt überzeugend anbieten, lesen Sie im Beitrag Exposé schreiben.
Im Selfpublishing: Tantiemen
Im Selfpublishing gibt es keinen Vorschuss, dafür einen deutlich höheren Anteil je Exemplar. Am Beispiel von Amazon KDP: Für E-Books wählen Sie zwischen 35 % und 70 % Tantieme. Die 70 % gibt es nur innerhalb eines Preisbandes (auf amazon.com 2,99 bis 12,99 USD, auf den übrigen Marktplätzen entsprechende Grenzen), und davon werden Übertragungskosten abgezogen, die von der Dateigröße abhängen. Beim Taschenbuch erhalten Sie 60 % des Listenpreises abzüglich der Druckkosten. Auf europäischen Marktplätzen wird dabei vom Preis ohne Mehrwertsteuer gerechnet.
Mit KDP Select verpflichten Sie sich, das E-Book 90 Tage lang ausschließlich bei Amazon anzubieten. Dafür ist es in Kindle Unlimited ausleihbar, und Sie werden nach gelesenen Seiten (KENP) vergütet. Der Betrag je Seite schwankt von Monat zu Monat. Ob sich die Exklusivität lohnt, hängt vom Genre ab. Mehr zum Ablauf lesen Sie in Bei Amazon KDP veröffentlichen.
Die Buchpreisbindung gilt auch für selbst veröffentlichte Bücher und E-Books: Sie legen einen Endpreis fest, der in allen Shops gleich ist. Die Mehrwertsteuer ist darin enthalten.
Die Kosten im Selfpublishing
Die höhere Tantieme hat eine Kehrseite: Alles, was ein Verlag bezahlt, bezahlen Sie selbst. Typische Posten sind:
- Lektorat und Korrektorat, meist der größte Posten und am wenigsten verzichtbar
- Cover, als Auftrag an eine Designerin oder als fertige Vorlage
- Buchsatz für Druck und E-Book
- ISBN, sofern Sie nicht die kostenlose Nummer der Plattform verwenden
- Werbung, Rezensionsexemplare, Website und Newsletter-Dienst
Zusammen kann das schnell einen vierstelligen Betrag erreichen. Rechnen Sie deshalb vorab, wie viele Exemplare Sie verkaufen müssen, um die Ausgaben zu decken. Im Beispiel: 2.000 € Kosten geteilt durch 3,26 € je E-Book ergibt rund 614 verkaufte E-Books, bevor der erste Euro Gewinn entsteht.
Nebenrechte, Hörbuch und VG Wort
Ein Buch kann über den Verkauf hinaus Geld einbringen. Im Verlagsvertrag regeln die Nebenrechte, wer Übersetzungen, Taschenbuchlizenzen, Hörbuch, Verfilmung oder Buchclub-Ausgaben verwerten darf und welchen Anteil Sie an den Erlösen erhalten. Lesen Sie diese Klauseln genau; sie sind oft ebenso wichtig wie der Honorarsatz.
Das Hörbuch ist ein eigener Markt. Im Verlag werden die Rechte meist an einen Hörbuchverlag lizenziert. Im Selfpublishing können Sie ein Hörbuch selbst produzieren lassen, entweder gegen ein festes Honorar für Sprecherin und Studio oder mit einer Beteiligung der Sprecherin an den Einnahmen.
In Deutschland lohnt zusätzlich ein Blick auf die VG Wort. Die Verwertungsgesellschaft schüttet Tantiemen an Urheberinnen und Urheber aus, etwa für Ausleihen in Bibliotheken und für Kopien. Dafür müssen Sie sich registrieren und Ihre Werke melden.
Warum nur wenige vom Schreiben allein leben
Die Rechenbeispiele zeigen den Kern: Pro Exemplar kommen im Verlag oft zwischen gut einem und gut zwei Euro an, im Selfpublishing einige Euro, von denen noch die Kosten abgehen. Wer allein aus Hardcover-Honoraren von 2,24 € jährlich 30.000 € vor Steuern erzielen wollte, müsste rund 13.400 Exemplare im Jahr verkaufen, Jahr für Jahr.
Deshalb verbinden viele Autorinnen und Autoren das Schreiben mit anderen Einnahmen: Lesungen, Übersetzungen, Lehraufträge, Stipendien, ein Brotberuf. Wer vom Schreiben lebt, hat meist mehrere Bücher auf dem Markt, oft in Reihen, und baut über Jahre eine Leserschaft auf. Einnahmen aus dem Schreiben sind zu versteuern; lassen Sie sich dazu von einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater beraten.
Bevor Sie unterschreiben oder veröffentlichen
- Honorarsatz und Bezugsgröße je Format verstanden (Nettoladenpreis oder Nettoerlös)
- Höhe, Raten und Verrechnung des Vorschusses geklärt
- Nebenrechte und Ihre Anteile daran gelesen
- Im Selfpublishing: Kosten aufgestellt und Break-even berechnet
- Tantiemenmodell und Preisband bei der Plattform geprüft
- Bei der VG Wort registriert
- Steuerliche Fragen mit fachkundiger Beratung geklärt
Häufige Fragen
Muss ich einen Vorschuss zurückzahlen, wenn sich das Buch schlecht verkauft?
In der Regel nicht, sofern Sie das vereinbarte Manuskript abgeliefert haben. Der Vorschuss wird nur mit Honoraren verrechnet. Maßgeblich sind aber die Bedingungen in Ihrem Vertrag.
Verdiene ich im Selfpublishing mehr als im Verlag?
Je Exemplar meist ja, unter dem Strich nicht unbedingt. Sie tragen die Kosten selbst und müssen ohne Vertrieb in den Buchhandel und ohne Vorschuss auskommen. Entscheidend ist, wie viele Exemplare Sie auf welchem Weg verkaufen.
Wie oft wird das Honorar ausgezahlt?
Verlage rechnen meist einmal oder zweimal im Jahr ab. Plattformen wie KDP zahlen monatlich, rund zwei Monate nach Ende des Verkaufsmonats.
